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Ohne (S)sie geht nichts

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Foto: Norbert Ramelli, DRK Ortsverein St. Ingbert e.V. beim Ingobertusfest 2014

Trotz spannender und interessanter Tätigkeiten leidet der DRK Ortsverein St. Ingbert unter Nachwuchsproblemen 

(Norbert Ramelli) Stadtfeste, Sportevents, Blutspenden oder Konzerte – bei all diesen Veranstaltungen spielt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) eine wichtige Rolle.

Ohne die freiwilligen Helferinnen und Helfer des DRK könnten solche größeren Veranstaltungen gar nicht stattfinden. Auf den ersten Blick vielleicht nicht für jeden die Erfüllung seiner Freizeitvorstellungen.

Beim zweiten Blick sieht das aber ganz anders aus, denn neben den ehrenamtlichen Tätigkeiten hat der DRK Ortsverein St. Ingbert viel mehr zu bieten. Neben den Vorzügen, wie z.B. kostenlos Konzerte zu sehen und Backstage hautnah mit den Künstlern zusammenkommen, können sich auch für Interessenten berufliche Perspektiven eröffnen. Hört man sich in der St. Ingberter DRK-Gruppe um, sind es vor allem die Kamerad- und Freundschaften, die den Mitgliedern mehr bedeuten, als ihr Dienst. Daher verwundert es auch nicht, dass neben den Dienstabenden viele Freizeitunternehmungen gemeinsam in- und ausserhalb des DRK-Lebens stattfinden.

 Jeden Freitag, um 20 Uhr, treffen sich die aktiven Mitglieder des DRK Ortsvereins St. Ingbert zu ihren gemeinsamen Dienstabenden. Wer hier denkt, dass es da langweilig zugeht und immer nur Erste Hilfe geübt wird, irrt gewaltig. Interessant und spannend sind die Adjektive, die hier besser angebracht sind. Selbstverständlich dreht sich ein großer Teil um das Thema Erste Hilfe, was natürlich weit über den meist bekannten Erste Hilfe Kurs für den Führerschein hinausgeht. Reanimation mit allen Bestandteilen wie „Richten und Anreichen zur Intubation usw.“ wird genauso vermittelt wie die Psycho-Soziale Notfallversorgung oder der richtige Umgang und Einsatz des „Automatisierten externen Defibrillator“ zur Wiederbelebung. Wer Gefallen daran gefunden hat, kann sich auch zum Sanitäter, als Voraussetzung zur ehrenamtlichen Ausbildung zum Rettungssanitäter ausbilden lassen, was wiederum die Vorraussetzung zur beruflichen Ausbildung zum Rettungsassistent (neu Notfallsanitäter) ist. Auch technisch interessierte Menschen kommen voll auf ihre Kosten. Vermittelt wird unter anderem Wissen im Bereich Sprechfunk, Strom im Einsatz oder technisches Know how und Sicherheit im Einsatz, angefangen von der Fahrzeugkunde bis hin zur technischen Einrichtung einer mobilen Unfallhilfsstelle oder die Betreuung von betroffenen Personen nach Schadensereignissen. Der Großteil dieser Ausbildungen und Schulungen findet direkt vor Ort im Rotkreuz-Zentrum St. Ingbert, in der Reinhold-Becker Straße 2, statt. 

Es gehören aber auch Besuche bei der Polizei, anderer Rettungsdienste und Hilfsorganisationen wie Feuerwehr und Technisches Hilfswerk dazu. Zusätzlich unterstützt werden die Helferinnen und Helfer durch Ärzte und andere Spezialisten. Nach den abwechslungsreichen Dienstabenden schließt sich immer eine gesellige Runde an. Hier werden dann meist die Ideen für gemeinsame Freizeitaktivitäten geboren. Vom Filmabend, über Bowlen, Besichtigungen bis hin zu Ausflugsfahrten, um nur einen kleinen Teil zu nennen, gehen hier die Aktivitäten. Trotz spannender und interessanter Tätigkeiten hat auch das DRK in St. Ingbert massiv mit Personal- und Nachwuchsproblemen zu kämpfen.

 Die Zahl der ehrenamtlich tätigen sinkt stetig, da viele Aktive in den letzten Jahren aus Altersgründen ausgeschieden sind. „Früher gab es automatisch Nachwuchs, denn da hatten Wehrpflichtige die Möglichkeit, sich vom Wehrdienst befreien zu lassen und sich statt dessen beim DRK zu verpflichten“ erklärt Thomas Uhl, Gruppenleiter im DRK Ortsverein und stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter DRK Kreisverband St. Ingbert. Ein Teil des Nachwuchses kommt aus dem Jugendrotkreuz. Hier treffen sich freitags ab 17 Uhr Jugendliche ab 6 Jahren ebenfalls in den Gruppenräumen des Rotkreuz-Zentrums.

 Wie bei den Aktiven zeichnen sich auch hier die Gruppenstunden durch einen Mix aus Ausbildung und Freizeit aus. Der erste Vorsitzende des DRK Ortsverein St. Ingbert, Michael Usner, will sich mit seinen Aktiven verstärkt um den Nachwuchs kümmern: „Wenn die Entwicklung so weiter geht, sieht sich der Ortsverein zukünftig nur noch bedingt in der Lage, wichtige Aufgaben, wie den Sanitätsdienst oder Blutspendenaktionen, in St. Ingbert durchführen zu können.“ Dies könnte gleichbedeutend mit dem Aus vieler Veranstaltungen sein, die aus Sicherheitsgründen einen Sanitätsdienst bereitstellen müssen. Über die Presse, der Homepage http://www.drk-igb.de und in Kürze auch auf Facebook wollen daher alle mithelfen, neue Mitglieder zu werben.

 Wer Interesse an der Arbeit des DRK hat, kann ganz unverbindlich zu den Dienstabenden, freitags ab 20 Uhr im Rotkreuz-Zentrum St. Ingbert, Reinhold-Becker Str. 2, vorbeikommen und sich informieren, oder sich bei Fragen per Mail an den 1. Vorsitzenden Michael Usner, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, oder den Gruppenleiter Thomas Uhl, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, wenden. 

 

Kontakt:

Deutsches Rotes Kreuz
Ortsverein St. Ingbert e.V.

Reinhold-Becker Straße 2
66386 St. Ingbert

Tel.: +49 (6894) 4375
Fax: +49 (6894) 4375

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vip's St. Ingbert 15. Jahrgang, Heft 150, August 2014